Sony Alpha 5000 mit Canon Objektiv

Sony Alpha 5000

Vor einigen Jahren habe ich mir die Canon EOS 40D gekauft und auch noch etwas Geld in gute Objektive investiert. Als ich die Kamera erwarb, war das schon was richtig gutes – und das ist es auch heute noch, nur die Auflösung von gerade mal 10 Megapixeln  ist nicht mehr unbedingt wirklich aktuell. Zwar bemerkte ich das bei den ersten Fotos, die ich nach einer mehrjährigen Pause gemacht hatte kaum, je mehr ich mich aber wieder mit der Materie beschäftigte, umso unglücklicher wurde ich mit der Auflösung. Ich dachte über eine Alternative nach.

Wollte ich etwas in ähnlicher Qualität wie meine 40D, musste ich schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Das war aber momentan nicht möglich, so dass ich mich nach einer Alternative umgeschaut habe. Die Canon EOS 760D war gerade auf den Markt gekommen und kam am ehesten an das heran, was ich mir vorgestellt hatte. Bei neu auf den Markt gekommenen Geräten kann man allerdings nur sehr selten mit einer raschen Preisentwicklung nach unten rechnen.

In einem der vielen Videos über Fotografie, die ich mir in dieser Zeit angeschaut habe, wurde gezeigt, dass man an einer Sony Systemkamera durchaus auch Cannon-Objektive verwenden kann – man benötigt lediglich einen Adapter. Auch wenn der Autofokus dann merklich langsamer sei, wäre das durchaus eine Alternative, über die man nachdenken kann.

Nun schaute ich mich ein wenig um und suchte nach einer Sony Kamera mit e-mount Anschluss, also wechselbarem Objektiv, so dass ich über den entsprechenden Adapter meine Objektive von Canon verwenden könnte. Nach kurzer Zeit wurde ich auch fündig. Die Sony Alpha 5000 kam meinen Wünschen fürs Erste recht nah. Ich verbesserte die Auflösung von 10 auf 24 Megapixel, das ist schon ganz ordentlich, und ich konnte alle meine Objektive weiter verwenden. Das Vorführmodell aus der Vitrine von Saturn war auch wirklich günstig, so dass die Haushaltskasse das gut verkraften konnte. Der Adapter war auch über Amazon bestellt innerhalb weniger Tage bei mir, so dass ich endlich loslegen konnte.

Einen umfangreichen Testbericht zur Sony Alpha 5000 werde ich hier allerdings nicht verfassen, weil es schon unzählige Berichte über die Kamera gibt. Wer eine der bekannten Suchmaschinen bemüht, wird sicher schnell fündig werden.

Hier möchte ich nur kurz meine Erfahrungen mit der Alpha 5000 mit Canon Objektiven zusammenfassen.

Zuerst einmal: Die Sony macht in Verbindung mit den Canon Objektiven (EF 50mm 1:1,8, EF 24-105mm 1:4 L IS USM und EF 70-200mm 1:4 L IS USM) wirklich gute Bilder, wie ich meine. Natürlich sieht er ganze Apparat mit Objektiv-Adapter und den nicht ganz kleinen Canon Objektiven auch recht imposant aus, Was allerdings wirklich mangelhaft war, ist der Autofokus. Der stellte nur scharf, wenn er gerade Lust dazu hatte und dann auch noch wirklich langsam. Nach kurzer Zeit habe ich den Autofokus ganz abgeschaltet. Schaltet man stattdessen die Kantenanhebung ein, kann man darüber sehr viel schneller von Hand scharf stellen. Dabei werden scharfe Bereiche farblich hervorgehoben. Damit geht das Scharfstellen dann wirklich recht gut und schnell.

Im Wesentlichen habe ich das 50mm Objektiv verwendet. Damit bleibt die Kamera noch halbwegs handlich und das lichtstarke Objektiv liefert auch sehr gute Bilder. Die meisten Makroaufnahmen, die ich mit der Sony gemacht habe, habe ich mit dem 50mm Objektiv und speziellen Makro-Zwischenringen angefertigt. Das 24-104mm inklusive Zwischenringen habe ich auch einige Male verwendet, aber selbst mit einem Stativ wird die Konstruktion dann schon wein wenig wackelig.

Auch wenn ich mit den Resultaten der Sony Alpha 5000 mit Canon Objektiven durchaus nicht unzufrieden war, ist es nicht die optimale Lösung gewesen. Mir fehlt einfach der Sucher durch den ich mein Motiv anvisieren kann. Im Gegensatz zum Display der Sony funktioniert dieser auch bei Sonne sehr gut. Vielleicht habe ich auch zu große Hände, denn die Bedienung der Sony ist mir manchmal schon ein wenig schwer gefallen, weil die Knöpfe für mich ein wenig zu dich beieinander liegen – aber das mag jeder anders empfinden.

Da es vor kurzem ein Super Angebot bei einem der bekannten Diskounter gab, habe ich kurzentschlossen zugeschlagen. Die Canon EOS 700D gab es mit dem Kit-Objektiv ( EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM) zu einem wirklich günstigen Preis (billiger als anderswo nur das Gehäuse) außerdem gibt es noch die Chance über eine Aktion von Cannon den Kaufpreis komplett erstattet zu bekommen (mit ein wenig Glück). Auch wenn die Auflösung von 18 Megapixeln deutlich unter der Sony liegt, können sich die Bilder durchaus sehen lassen und ich habe alles zusammen, was ich brauche – für’s Erste ist das für mich eine akzeptable Zwischenlösung.

Nhd

Autor: nhd

Es gibt viel zu erleben, wenn man intensiv fotografieren möchte.... Vor vielen Jahren schon hatte ich Spaß an der analogen Fotografie gefunden. Vom Foto schießen über die Filmentwicklung in der heimischen Dunkelkammer bis hin zur Belichtung und Vergrößerung der Bilder hatte ich alles in der Hand. Nach vielen Jahren Pause habe ich mein damaliges Hobby wiederentdeckt und digital fortgesetzt. Nun besteht die Dunkelkammer aus Computer, Monitor und Farbdrucker - wesentlich platzsparender.

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